GESUNDHEIT - Shar-Pei Rock & Royal

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GESUNDHEIT

SHAR-PEI


Leider haften dem Shar-Pei immer noch viele Vorurteile an.
Zunächst mal: Ein Shar-Pei ist ein Hund, wie jeder andere auch! Er ist nicht kranker, und auch nicht gesünder, als andere Rassen.
Rassetypische Erkrankungen sind leider nicht von heute auf morgen auszumerzen. Modetendenzen und Übertypisierungen haben u.a. auch ihren unrühmlichen Teil dazu beigetragen. Verantwortungsvolle Zucht fängt deshalb schon bei der Auswahl der Zuchtpartner an. Viele Voruntersuchungen und strenge Kriterien des VDH und des Vereins, begleiten einen Hund auf dem Weg in die Zucht. Ahnenforschung ist ein ganz wichtiges Thema, gerade bei einer Rasse, deren Genpool immer noch eingeschränkt ist. In diesem Zusammenhang sind deshalb u. a. auch gesunde, rassetypische Nachkommen für uns persönlich ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des richtigen Zuchtpartners.


Fell: Es stimmt nicht, dass man einem gesunden Shar-Pei die Falten ausputzen muss! Im Gegenteil! Das Fell eines gesunden Shar-Pei ist sehr pflegeleicht. Regelmäßiges Striegeln, im Fellwechsel auch mal häufiger, und das war´s schon. Ein gesunder Shar-Pei muss auch nicht gebadet werden, es sei denn, er hängt nach einem Spaziergang mal voller Dreck. Wir haben unsere Hunde noch nie gebadet. Und Schmutz konnten wir immer mit einem Tuch abrubbeln. Das Absuchen auf Parasiten und das richtige Futter sind selbstverständlich und tragen zu einem schönen Fellzustand bei.

Krallen: Ebenso wichtig ist die Pflege der Krallen. Durch regelmäßige Spaziergänge nutzen sich diese von selber ab. Ist man eher auf weichen Böden unterwegs, muss man schon mal die Krallenschere ansetzen. Hier ist darauf zu achten, dass nicht zu viel abgeschnitten wird. Man könnte einen Nerv oder eine Ader treffen und dies bereitet dem Hund Schmerzen. Die sogenannte Daumenkralle (sitzt etwas höher) nicht vergessen. Bleibt der Hund damit irgendwo hängen, kann es böse Verletzungen geben. Ist man beim Kürzen der Krallen unsicher, vom Züchter oder Tierarzt/Behandler zeigen lassen.  

Augen: Evtl. Tränenflüssigkeit mit einem weichen, fusselfreien Tuch abtupfen. Gelbliches Sekret deutet auf eine Entzündung hin und sollte schnellstmöglich behandelt werden. Reizungen am Auge können ein Entropium (Einwärtsrollen des Lides) verursachen.

Ohren: Regelmäßige Ohrenpflege ist Pflicht! Die Gehörgänge des Shar-Pei können u. U. etwas enger sein, weshalb Schmutz schwieriger wieder heraus gebracht werden kann. Mit handelsüblichen Ohrreinigern und regelmäßiger Pflege kann man sich hier gut behelfen. Ein weiches Tuch um den Finger gewickelt und vorsichtig, da wo man hinkommt, ausputzen. Ein Hund, der dies gewohnt ist, wird diese kleine "Ohrmassage" genießen. Bitte niemals mit Ohrstäbchen im Ohr herumstöchern! Bei tiefersitzendem Schmutz, den der Hund von selber nicht herausgeschüttelt bekommt, einen speziellen Ohrreiniger hineingeben und von außen den Gehörgang hinunter massieren. Danach darf sich der Hund natürlich ausgiebig schütteln.
Im Zweifelsfall den Züchter oder Tierarzt fragen und sich das Reinigen zeigen lassen. Bei häufigem Kopfschütteln, Kratzen in der Ohrgegend, dunklem Sekret oder sogar üblem Geruch aus dem Ohr, bitte umgehend fachkundige Hilfe in Anspruch nehmen.

Zähne: Auch der Zustand der Zähne sollte regelmäßig kontrolliert werden. Zahnstein und Beläge können sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Es gibt mittlerweile spezielle Hundezahnbürsten auf dem Markt, div. Kauartikel oder rohe Knochen sind aber auch eine Möglichkeit Zahnbeläge zu mindern.

Futter: In einem guten Fertigfutter ist alles drin, was ein Hund braucht. Es ist mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen angereichert. Hier braucht es keine Zusätze. Gegen einen gelegentlichen Kauknochen o. ä. zur Zahnpflege ist natürlich nichts einzuwenden. Leckerchen sollten von der Tagesration abgezogen werden, falls der Hund zu Übergewicht neigt. Bei der Auswahl der Futtersorte sollte das Alter, Krankheiten oder Allergien sowie das Temperament bzw. das Beschäftigungsniveau des Hundes berücksichtigt werden. Ein Hund, der sportlich aktiv ist, braucht mehr Energie, als z. B. ein gemütlicher Couchpotatoe.
Eine Alternative zum Fertigfutter ist die biologisch artgerechte Rohfütterung, als  B.A.R.F. bekannt. Hier bekommt der Hund rohes Fleisch und rohe Knochen, Gemüse, Obst und, je nach Bedarf, auch Getreideflocken, Eier u.v.m.. Beim Barfen muss der Halter selber darauf achten, dass der Hund keine Über- oder Unterversorgung an Nährstoffen erhält und entsprechende Nahrungsergänzungsmittel dem Fleisch hinzufügt. Obst und Gemüse müssen zerkleinert (püriert) verfüttert werden, da der Verdauungsapparat eines Hund die pflanzlichen Enzyme nicht aufspalten und somit nicht verstoffwechseln kann. Mittlerweile gibt es auch Fertigbarf im Handel. Es ist tiefgefroren und mit Obst, Gemüse und Öl u.a. angereichert. Auch das Ca.-Ph.-Verhältnis ist hier z. T. schon berücksichtigt. Bevor man sich entschließt seinen Hund zu barfen ist es trotzdem ganz wichtig sich im Vorfeld gut zu informieren.
Und wie überall gilt... was für den einen gut ist, muss dem anderen nicht unbedingt taugen.

Dies sind selbstverständliche Pflegemaßnahmen, die zu artgerechter Haltung zählen, wie bei anderen Hunderassen auch.
Wir alle streben ein langes und gesundes Leben mit unseren Lieblingen an, und ein verantwortungsvoller Züchter ist bereits bei der Auswahl der Zuchtpartner bestrebt etwaige gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Doch eine Garantie dafür, kann leider niemand geben.
Wir dürfen nicht vergessen: wir sprechen hier von Lebewesen!


 
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