GESCHICHTE - Shar-Pei Rock & Royal

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GESCHICHTE

SHAR-PEI


Der Shar-Pei (chin.
), kant. sa pei gau ist eine von der FCI (Nr. 309, Gr. 2, Sek. 2.1) anerkannte Hunderasse aus China. Das Zuchtbuch wird von der FCI geführt.

Herkunft und Geschichtliches
Der chinesische Shar-Pei ist eine alte Rasse, die seit Jahrhunderten in den südlichen Provinzen Chinas, am Südchinesischen Meer existiert hat. Die Rasse hat ihren Ursprung in Dialack, einem Gebiet nahe Guangzhou, sehr verbreitet war sie in der Stadt Dah Let in der Provinz Guangdong.
Die Rasse ließ sich anhand von Funden und Abbildungen bis in die Han-Dynastie (206 v. Chr.–220 n. Chr.) zurückverfolgen und wurde seit Beginn ihrer Entwicklung nur von armen Leuten gehalten. Meistens waren es Fischer und Bauern. Der Shar-Pei wurde damals in erster Linie als Wachhund gehalten. Viele Hunde wurden auch zur Jagd auf Kleinwild und Ratten eingesetzt. Daher besitzt diese Rasse auch einen gewissen Jagdtrieb.
Ende des 18. Jahrhunderts besetzten die Engländer China. Sie brachten ihre Hunde wie den Bullterrier, die Bulldogge und den Mastiff mit, um ihre Stärke zu demonstrieren. Sie wollten beweisen, dass nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Hunde tapfer und furchtlos waren. Mit ihrer Vorliebe zum Hundekampf provozierten sie die Chinesen. Da in China keine größeren Hunderassen existierten, die sich mit den Hunden der Engländer messen konnten, blieb einzig der Shar-Pei als möglicher Gegner übrig; daher stammt wohl auch die, im Großen und Ganzen aber nicht zutreffende, Bezeichnung „Chinesischer Kampfhund“.
Der ursprüngliche Shar-Pei war in den 1950-er Jahren fast ausgestorben, seine Rettung verdankte er dem Züchter Matgo Law aus Hongkong. Laut diesem sollen 1971 noch knapp ein Dutzend Hunde am Leben gewesen sein. Auf einer Ausstellung in Hongkong wurde 1972 der „Chinese Shar Pei“ als Zucht aus chinesischen Hunden erstmals als Rasse vor- und ausgestellt. Bereits Anfang der 1960-er Jahre wurde der Grundstock für die heutige Shar-Pei-Population durch Matgo Law und Chung Ching Ming geschaffen. Der Züchter Matgo Law aus Hongkong bat Anfang der 1970-er Jahre die amerikanischen Hundefreunde, ihm beim Erhalt dieser Rasse zu helfen. 1976 galt der Shar-Pei als die seltenste Hunderasse der Welt. Es wurden weltweit nur noch 145 Exemplare gezählt, wovon alleine 96 in den Vereinigten Staaten lebten. Allerdings unterscheiden sich die Shar-Pei von jener Zeit deutlich von denen, wie man sie heute kennt.
Der heutige Shar-Pei ist massiger, hat einen größeren Kopf und ist etwas kleiner als der ursprüngliche Typ. Die dreieckigen Ohren, die blaue Zunge, das harte Haar und die geringelte Rute blieben jedoch erhalten.
Laut 2010 veröffentlichten genetischen Analysen der Einzelnukleotid-Polymorphismen von 912 Hunden und 225 Grauwölfen gehören Shar Pei zu den Hunden, bei denen starke Hinweise auf eine spätere Beimischung von Grauwölfen in ihrer Geschichte gefunden wurden. Beim Shar Pei wurden (wie beim Dingo, dem Chow Chow und Akita Inu) Hinweise auf eine Beimischung von Chinesischen Wölfen gefunden. Zugleich gehören Shar Peis zu den Hunden, welche von den meisten anderen untersuchten Rassen sehr stark genetisch abgegrenzt sind und als "altertümliche Rassen" (im Original "ancient breeds") bezeichnet werden. Innerhalb dieser Hunde gehören Shar Peis, zusammen mit dem Chow Chow, dem Dingo und dem Akita Inu zur so genannten "Asiatischen Gruppe". (1)

Beschreibung
Auffällig an diesem bis 51 Zentimeter großen Hund sind die vielen Falten/Hautlappen an Kopf, Widerrist und Schwanzansatz und die sehr kleinen, anliegenden Ohren. Zunge, Zahnfleisch und Gaumen sind blau bis blauschwarz. Sein Haar ist kurz, rau und borstig. Das Haar ist gerade und steht vom Körper ab, außer weiß sind alle einheitlichen Farben zugelassen. Die Rute wird eng gerollt oder über dem Rücken oder zu einer von beiden Seiten getragen.
Die Welpen besitzen im Gegensatz zu Welpen anderer Rassen mehr überflüssiges Fell. Die Falten bilden sich zwischen der 2. und 16. Woche und der Hund wächst in sein Fell hinein. Die Falten sollten eng anliegend und nie übertrieben sein, so dass ein ausgewachsener Shar-Pei nur noch auf der Stirn und am Widerrist einige Falten aufweisen sollte. Schließlich wurde der Shar-Pei als vielseitiger Arbeitshund gezüchtet, der agil sein soll, und nicht durch übermäßige Falten behindert wird.
Der Name „Shar-Pei“ wird irrtümlich mit „Faltenhund“ übersetzt. „Faltenhund“, ins Chinesische übersetzt, heißt „zhòupì g?u“. Die richtige Übersetzung für den Namen „Sh?pí G?u“ heißt „Sand-Haut-Hund“.
Der chinesische Standard hat auf sehr malerische Weise das Aussehen des Shar-Pei beschrieben: Ohren wie Muscheln, die Nase wie ein Schmetterling, der Kopf groß wie eine Melone, Großmuttergesicht, der Hals wie beim Nilpferd, das Hinterteil wie beim Pferd und die Beine wie beim Drachen.

Charakter
Der Shar-Pei ist ein Hund mit einem sehr individuellen Charakter. Er ist friedlich und freundlich unter der Bedingung, dass es auch die Menschen zu ihm sind. Zuhause fühlt er sich im Kreis aller Familienmitglieder am wohlsten. Er liebt seine Familie, obwohl er eigentlich ein typischer Einmannhund ist. Zu Fremden ist er sehr zurückhaltend und reserviert. Seine stolze Natur verträgt keinen Zwang, Schulung oder Dressur, obwohl er sich bereitwillig allen Kommandos fügt. Mit Geduld, sanfter aber konsequenter Erziehung erreicht man bei ihm sehr viel. Gegenüber anderen Hunden neigt er zu dominantem Verhalten.


Quellen
Wikipedia

(1.) Bridgett M. von Holt et.al: Genome-wide SNP and haplotype analyses reveal a rich history underlying dog domestication, Nature 8. April 2010


Rassestandard Nr. 309 der FCI: Shar Pei
Vergleich der Veränderung des FCI Standard für Shar Pei 309/1994 mit 309/1999


 
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